Auszüge
aus: Bat Ye’or, Verso il
Califfato Universale: Come l'Europa è diventata complice dell'espansionismo
musulmano, Lindau, Torino, S.36
Die Partnerschaft Europa-Arabien
ist eine Antwort auf die Reihe von terroristischen Attentaten und Flugzeugentführungen
durch Palästinenser, die sich seit dem Ende der 60er Jahre in Europa zugetragen
haben. Anstatt diese Form von Terrorismus zu bekämpfen, gab die damalige Europäische
Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) den Forderungen der PLO nach und verhalf Arafat zu
grossem Ansehen und zur Statur eines Staatsmannes. Die europäischen Regierungschefs
verpflichteten sich, die palästinensischen Terroristen nicht zu verfolgen
solange diese Abstand davon nähmen, in ihren Länder zu agieren. Angetrieben von
Frankreich und von Deutschland übernahm die EWG ein Terrorismus-Konzept, das
die Autoren von Terrorakten von jeder Schuld freisprach und die Schuld den „tieferen
Ursachen“ und der „Ungerechtigkeit“ zuschob, Begriffe, die dazu dienen sollten,
den wahren Schuldigen zu identifizieren, nämlich Israel. Diese Umkehrung der Tatsachen
erlaubte es der EWG Israel die Unterstützung zu entziehen, die von einigen sowieso
für unnatürlich gehalten wurde, und die Beziehungen zu erneuern, welche die faschistischen
und nazistischen Regime mit der arabischen Welt gehabt hatten.
Die Sicherheit des europäischen
Territoriums verlangte nach einer kritischen Politik gegenüber Israel und den
Vereinigten Staaten. Die gab es allerdings schon vor dem Auftreten des Terrorismus.
Schon das Frankreich Charles De Gaulles hatte diese Richtung eingeschlagen. Der
frühere Botschafter Frankreichs in Israel, Jean Bourdeillette, (1959-1965),
erklärte im Juni 1967: „Die Welt erfuhr, das Paris auf die Seite der UdSSR und der arabischen
Staaten gewechselt war [….] Israel wurde zwei politischen Notwendigkeiten geopfert:
dem Antiamerikanismus und dem Philoarabismus“.
Unter Berufung auf den palästinensischen
Terrorismus und das Ölembargo vom Oktober 1973, gelang es Frankreich die EWG-Länder
von dieser Politik zu überzeugen. Auf dieser Grundlage baute dann die Europäische
Union ihre Sicherheitsstrategie im Mittelmeerraum auf, wobei sie Israel und den
USA die Schuld zuschob, die „tieferen Ursachen“ des djihadistischen Terrorismus
zu sein. Die „tieferen Ursachen“ dieser europäischen Politik sind jedoch im
imperialistischen Streben Frankreichs zu suchen, in dessen „grosser islamischen
Politik“, wie Bourdeillette sagt. Weil Frankreich seine Machtstellung in der
Welt durch den Verlust seiner Kolonien in vier Kontinenten eingebüsst hatte, sah
Paris in der Integration Europas und in einer Allianz mit der
arabisch-islamischen Welt eine Möglichkeit um seine altes internationales
Prestige wiederherzustellen.
Um seine Südflanke zu sichern, gab
sich Europa eine multilaterale Politik aus Zugeständnissen und Appeasement,
deren tragende Struktur der „Dialog Euro-Arabien“ ist. Im Jahr 1995a lancierte
die Europäische Union den Prozess von Barcelona, der Verbindungen, Synergien
und enge Solidaritätsbeziehungen mit den Palästinensern und den arabischen Ländern
begründete und zwar mittels eines Geflechts von Übereinkommen zwischen
Vereinigungen, in denen Israel, obwohl davon ausgeschlossen, wie ein
Pestkranker behandelt wurde.
Die Beziehungen zwischen der
Europäischen Union und den südlichen Mittelmeerländern fügen sich offiziell in
die euromediterrane Partnerschaft
(EUROMED) ein. In Wirklichkeit, wie
der Leitfaden der Gemeinsame Aussen-
und Sicherheitspolitik (GASP)
erläutert, wurde dieser Prozess ursprünglich geschaffen, um den Mitgliedstaaten
der Europäischen Union zu gestatten ihre südlichen Nachbarn in allen politischen,
wirtschaftlichen und kulturellen Angelegenheiten entsprechend der ihnen zur Verfügung
stehenden Mittel und im Rahmen des „durch Osloer Verträge geschaffenen Friedensprozesses“
zu begleiten. In Wirklichkeit machte sich Europa zum Vertreter arabischer
Interessen, stellte sich gegen die amerikanische Politik und unterstützte die
Strategie des Djihad von Arafat, dem besten Verbündeten und Beschützer, sowie dem
Maskottchen der arabischen Politik.
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