sabato 8 novembre 2014

Der Deal zwischen Europa und dem Islam


Auszüge aus: Bat Ye’or, Verso il Califfato Universale: Come l'Europa è diventata complice dell'espansionismo musulmano, Lindau, Torino, S.36

 

Die Partnerschaft Europa-Arabien ist eine Antwort auf die Reihe von terroristischen Attentaten und Flugzeugentführungen durch Palästinenser, die sich seit dem Ende der 60er Jahre in Europa zugetragen haben. Anstatt diese Form von Terrorismus zu bekämpfen, gab die damalige Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) den Forderungen der PLO nach und verhalf Arafat zu grossem Ansehen und zur Statur eines Staatsmannes. Die europäischen Regierungschefs verpflichteten sich, die palästinensischen Terroristen nicht zu verfolgen solange diese Abstand davon nähmen, in ihren Länder zu agieren. Angetrieben von Frankreich und von Deutschland übernahm die EWG ein Terrorismus-Konzept, das die Autoren von Terrorakten von jeder Schuld freisprach und die Schuld den „tieferen Ursachen“ und der „Ungerechtigkeit“ zuschob, Begriffe, die dazu dienen sollten, den wahren Schuldigen zu identifizieren, nämlich Israel. Diese Umkehrung der Tatsachen erlaubte es der EWG Israel die Unterstützung zu entziehen, die von einigen sowieso für unnatürlich gehalten wurde, und die Beziehungen zu erneuern, welche die faschistischen und nazistischen Regime mit der arabischen Welt gehabt hatten.

Die Sicherheit des europäischen Territoriums verlangte nach einer kritischen Politik gegenüber Israel und den Vereinigten Staaten. Die gab es allerdings schon vor dem Auftreten des Terrorismus. Schon das Frankreich Charles De Gaulles hatte diese Richtung eingeschlagen. Der frühere Botschafter Frankreichs in Israel, Jean Bourdeillette, (1959-1965), erklärte im Juni 1967: „Die Welt erfuhr, das Paris  auf die Seite der UdSSR und der arabischen Staaten gewechselt war [….] Israel wurde zwei politischen Notwendigkeiten geopfert: dem Antiamerikanismus und dem Philoarabismus“.   

Unter Berufung auf den palästinensischen Terrorismus und das Ölembargo vom Oktober 1973, gelang es Frankreich die EWG-Länder von dieser Politik zu überzeugen. Auf dieser Grundlage baute dann die Europäische Union ihre Sicherheitsstrategie im Mittelmeerraum auf, wobei sie Israel und den USA die Schuld zuschob, die „tieferen Ursachen“ des djihadistischen Terrorismus zu sein. Die „tieferen Ursachen“ dieser europäischen Politik sind jedoch im imperialistischen Streben Frankreichs zu suchen, in dessen „grosser islamischen Politik“, wie Bourdeillette sagt. Weil Frankreich seine Machtstellung in der Welt durch den Verlust seiner Kolonien in vier Kontinenten eingebüsst hatte, sah Paris in der Integration Europas und in einer Allianz mit der arabisch-islamischen Welt eine Möglichkeit um seine altes internationales Prestige wiederherzustellen.

Um seine Südflanke zu sichern, gab sich Europa eine multilaterale Politik aus Zugeständnissen und Appeasement, deren tragende Struktur der „Dialog Euro-Arabien“ ist. Im Jahr 1995a lancierte die Europäische Union den Prozess von Barcelona, der Verbindungen, Synergien und enge Solidaritätsbeziehungen mit den Palästinensern und den arabischen Ländern begründete und zwar mittels eines Geflechts von Übereinkommen zwischen Vereinigungen, in denen Israel, obwohl davon ausgeschlossen, wie ein Pestkranker behandelt wurde.

Die Beziehungen zwischen der Europäischen Union und den südlichen Mittelmeerländern fügen sich offiziell in die euromediterrane  Partnerschaft (EUROMED) ein. In Wirklichkeit, wie der Leitfaden der Gemeinsame Aussen- und Sicherheitspolitik (GASP) erläutert, wurde dieser Prozess ursprünglich geschaffen, um den Mitgliedstaaten der Europäischen Union zu gestatten ihre südlichen Nachbarn in allen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Angelegenheiten entsprechend der ihnen zur Verfügung stehenden Mittel und im Rahmen des „durch Osloer Verträge geschaffenen Friedensprozesses“ zu begleiten. In Wirklichkeit machte sich Europa zum Vertreter arabischer Interessen, stellte sich gegen die amerikanische Politik und unterstützte die Strategie des Djihad von Arafat, dem besten Verbündeten und Beschützer, sowie dem Maskottchen der arabischen Politik.

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