giovedì 6 novembre 2014

Die Rolle Europas im Jihad


Nach dem Sechstagekrieg von 1967 hat Europa mit den Arabern einen Pakt geschlossen. Das Ganze nannte sich anfänglich ganz harmlos euro-arabischer Dialog und sollte den Anschein eines Kulturaustauschs erwecken. In Wahrheit handelte es sich um ein Tauschgeschäft: Wir liefern euch das Erdöl, das ihr dringend benötigt, ihr hört auf, Israel zu unterstützen, ihr liefert uns Technologie, und nehmt Arbeitskräfte aus unseren (islamischen) Ländern auf. 

Vom Islam war wohlweislich keine Rede. Im Gegenteil in allen Dokumenten und Reden des euro-islamischen Dialogs wurden akribisch die Worte, Islam, islamisch, Koran, mohammedanisch usw. vermieden. Es hiess Arabien, arabisch, arabische Länder, arabische Kultur usw. Diese Sprachregelung liess den religiösen und missionarischen Aspekt völlig verschwinden, denn dieser Aspekt hätte ja die europäische Linke verwirrt. Denn diese war es vor allem, die sich in den 60er Jahren für die Araber begeisterte und gegen Israel/Amerika  eingestellt war.

Aufgrund der engen Zusammenarbeit von arabischen Nationalisten mit dem Naziregime, hätte man eigentlich annehmen müssen, dass es vor allem deutsche Neonazis waren, die die Nähe zu Arabien gesucht haben. Nein, es waren keine Neonazis, sondern es waren vor allem linke Studenten. Es waren die Sozialisten und die ihnen nahestehenden Grünen, die sich vorbehaltslos auf die Seite der Araber, insbesondere der palästinensischen Araber, gestellt haben. Zum Beispiel nahm der spätere deutsche Aussenminister Joschka Fischer von der Partei der Grünen 1969 an einer Konferenz der PLO in Algier teil. Bei dieser Gelegenheit soll er Jassir Arafat zum Kampf gegen Israel bis zum "Endsieg" aufgerufen haben.

Deutsche Sozialisten und Grüne bekämpften damals, ähnlich wie ihre Brüder im Geiste jenseits des Eisernen Vorhangs, die Vereinigten Staaten und natürlich Israel. Nach sozialistischer Manier bekämpfte man natürlich nicht die USA, sondern „nur den  amerikanischen Imperialismus“ so wie man natürlich auch nicht gegen die Juden war, sondern „nur gegen den Zionismus“, die Ausgeburt des amerikanischen Imperialismus. Und das alles kaum 25 Jahre nachdem die Vereinigten Staaten Europa vom Nazismus befreit hatten und nach dem Ende des Holocausts.

Auch im Ostblock wurden die Araber gehätschelt, denn Führer des arabischen Lagers wie Nasser und Sadat nutzten den Kalten Krieg zwischen West und Ost gehörig aus, um als sogenannte Blockfreie, einmal von der einen Seite, dann wieder von der anderen Seite Unterstützung zu erlangen. In der 60er Jahren bekam das arabische Lager Unterstützung vornehmlich vom Ostblock, das heisst, was Deutschland betrifft, von der DDR. In der DDR haben insbesondere die Schriften von Burchard Brentjes dazu beigetragen, die Islamische Welt auf sympathische Art vorzustellen und ihr ein positives Image zu verschaffen.

Wohlverhalten gegen Erdöl

Gegen die Lieferung von Erdöl hat Europa der arabisch-islamischen Welt Wohlverhalten und Unterstützung versprochen. Dieses Wohlverhalten schliesst mehrere Dinge ein. Die wichtigsten wiederhole ich hier nochmals:

  • Distanzierung von Israel, bzw. keine Unterstützung des Judenstaates,
  • Anerkennung des palästinensischen Volkes und seiner Rechte auf einen Heimatstaat in Palästina,
  • Lieferung von Technologie und Waffen an arabische Länder,
  • Aufnahme von Arbeitskräften aus islamischen Ländern,
  • Wohlwollende Berichterstattung über Arabien und den Islam.


Zwar haben es die Araber nicht erreicht, dass die europäischen Staaten ihre diplomatischen Beziehungen zu Israel abgebrochen haben, aber sie haben erreicht, dass Europa nicht mehr voll hinter Israel steht. Die Pro-Israel-Front bröckelt. In Europa hat sich eingebürgert, in Bezug auf das Westjordanland von „durch Israel besetzte Gebiete“ und nicht von „umstrittenen Gebieten“ zu reden und man fordert den Rückzug Israels aus diesen Gebieten, und zwar als Vorleistung für einen Friedensvertrag. Friedensvertrag mit wem eigentlich?  Mit einem nicht oder noch nicht existierenden Palästinenserstaat?

In Europa lässt man es heute zu, dass israelische Waren aus den sogenannten „besetzten Gebieten“ boykottiert werden. Europa hat die These übernommen, dass der Nahost-Konflikt, das heisst die gespannten Beziehungen Israels zu seinen arabischen Nachbarn, sprich zu den Palästinensern, den Weltfrieden gefährde und das Friede nur erreicht werden könne, indem Israel immer mehr Vorleistungen erbringt, zum Beispiel Terroristen aus der Haft entlässt.

Europäische Gesetze verbieten zwar die Ausfuhr von Waffen in sogenannte Krisengebiete, was allerdings Deutschland nicht daran hindert, Panzer an Saudi Arabien zu liefern, an das Land, das hinter allen anti-israelischen Machenschaften steckt und diese finanziert. Saudi Arabien gilt eben nicht als Krisengebiet. In Europa lässt man den Verkauf von Technologien an den Iran zu, die zur Produktion von Atomwaffen verwendet werden können.

Europa subventioniert die palästinensische Autonomiebehörde, die sich heute „Staat Palästina“ nennt, mit Milliardenbeträgen von denen ein Teil ganz offen in die Taschen der palästinensischen Terroristenorganisation „Hamas“ fliesst. Hingegen fordert niemand die die Entwaffnung der Hamas, als Vorleistung für die Finanzierung des Wiederaufbaus der im Sommer 2014 zerstörten Gebäude und Infrastrukturen in Gaza.
 
In Ermangelung eines Palästinenserstaates hat Europa die Palästinensische Autonomiebehörde in Ramallah als gleichwertigen Gesprächs- und Verhandlungspartner anerkannt. Am 7. Januar 2013 wurde diese Behörde in „Staat Palästina“ umbenannt. Eine Bezeichnung für den Amtsverkehr. Die Autonomiebehörde blieb jedoch formal bestehen und ihre Organe arbeiten unter dem neuen Namen weiter. Die Palästinensische Autonomiebehörde geniesst internationale Anerkennung als Vertretung des palästinensischen Volkes, jedoch in einem eingeschränkten Sinne. Sie ist kein Völkerrechtssubjekt und hatte bei den Vereinten Nationen anders als die PLO keinen Beobachterstatus.

Einige europäische Länder sind heute geneigt, den noch nicht existierenden Araberstaat namens Palästina anzuerkennen. Zuletzt war es Schweden, der am 30.Oktober 2014 den fiktiven Staat „Palästina“ anerkannt hat. Andere hatten ihn schon vorher anerkannt, darunter: Bulgarien, Zypern, die Tschechische Republik, Ungarn, Malta, Polen und Rumänien sowie das Nicht-EU-Mitglied Island.

Die Rolle der Vereinigten Staaten


Das Eintreten der Vereinigten Staaten für Freiheit und Demokratie in aller Welt gilt in der arabisch-islamischen Welt und bei ihren europäischen Helfern als ein Zeichen des amerikanischen, bzw. des westlichen Imperialismus. Das freut das islamische Lager ungemein, denn diese These lenkt  vom islamisch-arabischen Imperialismus und Expansionismus ab.

Das arabisch-islamische Lager hat es auch erreicht, zwischen Europa und den USA einen Keil zu treiben. In Europa ist es üblich geworden die Vereinigten Staaten in einer völlig ungerechtfertigten Art und Weise zu kritisieren. Wer Israel kritisiert, kritisiert in der Regel auch die Vereinigten Staaten. Viele Europäer haben die arabische These vom amerikanischen Imperialismus übernommen und sehen in Israel eine Vorhut dieses Imperialismus. Das geht auf die 60er Jahre zurück. Ich erinnere mich noch an die antiamerikanischen Demonstrationen linker Studenten in Berlin und Frankfurt. Die europäische Linke demonstrierte gegen den Vietnamkrieg und verherrlichte Ho Chi Minh und Mao. Und man sucht den Kontakt zur arabischen Welt, vor allem zu seinen sozialistisch angehauchten Protagonisten, Nasser und Arafat.  Und der damals zwanzigjährige, spätere deutsche Aussenminister Joschka Fischer reiste zu einer Tagung der PLO nach Algier um PLO-Chef Jassir Arafat zu umarmen. Es war die gleiche Clique, die damals Farbbeutel und Eier gegen das Amerikahaus in Frankfurt am Main schleuderte.

Am 6.Dezember 1979 forderte der Präsident der Arabischen Liga Sadli Klibi in einer Pressekonferenz in Paris die europäischen Medien auf, von jetzt an nur noch vom „palästinensischen Volk“ zu sprechen, denn Europa war von den Arabern eine präzise Rolle in der Medienkampagne gegen Israel und pro Palästina zugedacht, nämlich die Unterstützung des palästinensischen Anliegens, die Schwächung der Position Israels sowie die Stärkung des Islam in Europa. Seitdem sprechen in Europa Politiker aller Couleur nur noch vom palästinensischen Volk.

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