Auszüge
aus: Bat Ye’or, Verso il
Califfato Universale: Come l'Europa è diventata complice dell'espansionismo
musulmano, Lindau, Torino
Der
Plan einer „Gemeinsamen Strategie für die Mittelmeerregion“, der im Juni 2000
vom Europarat angenommen wurde, hat bestätigt, dass die Politik der EU
bezüglich der Mittelmeerregion, sprich bezüglich der islamischen
Mittelmeerstaaten, vom Prinzip der Zusammenarbeit geleitet war. Unter den
Zielen der EU figurieren im genannten Dokument:
- Schaffung eines gemeinsamen Raumes des Friedens und der Stabilität mittels der Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Politik und der Sicherheit;
- Schaffung einer Wohlstandszone mittels wirtschaftlicher und finanzieller Zusammenarbeit;
- Schaffung einer Form der Zusammenarbeit auf gesellschaftlichem, kulturellem und humanitären Gebiet, d.h. Entwicklung von menschlichen Ressourcen, Förderung des gegenseitigen kulturellen Verständnisses und Austausches;
- Förderung der grundlegenden Werte, an denen sich die Europäische Union und seine Mitgliedstaaten orientieren, insbesondere die Menschenrechte, die Demokratie, eine ordentliche öffentliche Verwaltung, Transparenz und Rechtsstaatlichkeit;
- Einrichtung eines Dialogs zwischen den Kulturen uns Zivilisationen um gegen Intoleranz, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu kämpfen.
Die
arabischen Länder, grösstenteils Diktaturen, die die „Erklärung der
Menschenrechte im Islam“ angenommen haben, teilen die grundlegenden Werte der
europäischen Union nicht und fahren fort, Minderheiten und Andersgläubige zu
diskriminieren. In diesen Ländern sind die Feindseligkeiten gegen Nichtmoslems üblich
und verwurzelt. Eine Politik, die auf Widersinn gründet ist, ist, selbst wenn
die gute Vorsätze hat, zum Scheitern verdammt. Und tatsächlich ist sie
gescheitert in den autonomen palästinensischen Gebieten – wo Christen immer
noch unter der Scharia leiden – im Libanon, wo sie immer noch flüchten – und in
Ägypten – wo die Verfolgung der Kopten nicht aufzuhören scheint, und auch die
Regierungen in Syrien und im Maghreb sind Diktaturen. Trotz aller dieser Widrigkeiten,
hat die EU nicht aufgehört, die Netzwerke von NGOs mit arabischen Ländern des
Mittelmeerraumes zahlenmässig auszubauen, zu verstärken und finanziell zu unterstützen.
2003, im Rahmen des Prozesses von
Barcelona wurde die Strategie der Europäischen Nachbarschaftspolitik (ENP) mit ihren zweiseitigen
Aktionsplänen hinzugefügt. Sie gliedert sich in vier Zweige: politische, wirtschaftliche
und kulturelle Zusammenarbeit, sowie Zu- und Abwanderungen (Letztere ursprünglich
in Bezug auf die Osterweiterung der EU gedacht, aber auf Betreiben der
südlichen Mitgliedsländer auf die südlichen, maghrebinischen Mittelmeeranrainer
ausgedehnt).
Man
kann dem natürlich entgegenhalten, dass gute Beziehungen, auch wenn es sich um
Diktaturen handelt, immer noch besser sind als schlechte und dass eine Öffnung
der Anfang von Verbesserungen auf diesem Gebiet sein kann. Aber solche
Politiken sollten mit entsprechender Kritik verbunden sein, weil sich nur auf
diese Weise Reformen fördern lassen. Aber eine solche Kritik fehlt.
Im
Dezember 2007 lancierte der französische Ministerpräsident Nicolas Sarkozy das
Projekt einer „Mittelmeerunion“, das vom Europarat angenommen wurde. Dieses
Projekt vereinigt die Mittelmeeranrainerstaaten der EU und solche, die der EU
nicht angehören. Das Projekt soll den Prozess von Barcelona fortsetzen und die
Zusammenarbeit verbessern, aus der Mittelmeerregion eine Region des Friedens, des
Wohlstandes und der Toleranz machen, Europa und Afrika zusammenwachsen lassen
und zwar unter Anwendung von Formen der Solidarität, wie sie die Bildung der Europäische Union gekennzeichnet
haben, aber sie auf das Verhältnis Europa-Arabien übertragen.
Die „Mittelmeerunion“
soll im verschiedener wirtschaftliche und kulturelle Projekte anstossen, welche
die Zusammenarbeit zwischen Europa und den Südländern verstärken. Mit dieser
Politik hofft die EU dem Terrorismus Schach zu bieten und zwar mittels starken
und engen Allianzen, die beachtliche Finanzflüsse in Bewegung setzen und auf
zahlreiche Netzwerke zählen können. Je stärker sich die Drohung des dschihadistischen
Terrors und religiöser Fanatismus zeigen, desto mehr setzen die Strategen der
EU auf Synergien und Solidarität zwischen Nord und Süd. Sie halten die Armut,
die Erniedrigung, die Frustration, die „Ungerechtigkeit“ (sprich Israel) für
die Gründe des Terrorismus, und wollen, dass die Partnerschaft, diese Nachteile
zu überwinden hilft. Seinen arabischen Gesprächspartnern, die Israel aus dieser
Partnerschaft ausschliessen möchten, erklärt die EU, dass die Anwesenheit eines
Räudigen in dieser demokratischen Gemeinschaft zur Schaffung eines palästinensischen
Staates beiträgt, mit dem zu verschmelzen Israel letztlich gezwungen sei. Im
Gegensatz zu den arabischen Ländern dieser Partnerschaft, von denen Europa
nichts verlangt, nicht einmal die Beachtung der Menschenrechte und Demokratie, ist
die Anwesenheit Israels die Bedingung für seine Zerstörung.
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