Anlässlich
der Gipfeltreffens von 2005 in Mekka, erklärte die OIC (Organisation für Islamische Zusammenarbeit) ihre Entschlossenheit, den Kampf gegen die
Islamophobie in den internationalen und nationalen Institutionen aufzunehmen,
d.h. auf staatlicher Ebene. Man kann sich nun fragen, was die Kennzeichen von
Islamophobie sind und was Islamophobie ist. Handelt es sich um die Ablehnung der
unkontrollierten Einwanderung? Handelt es sich um die Meinungsfreiheit, um die
freie Meinungsäusserung, um die Pressefreiheit? Handelt es um die Verbundenheit
mit der eigenen Kultur, mit dem eigenem Land, mit den Menschenrechten? Den
Willen, die Sicherheit im eigenen Land zu wahren, um die Ablehnung der Scharia?
Oder um den Widerstand Europas gegen seine Islamisierung? Alle diese Faktoren
bilden auf mehreren Ebenen das Feld der Islamophobie, das zu einem neuen Feld geworden
ist, auf dem die OIC gegen Europa kämpft.
Mit
ausserordentlichem Geschick hat die OIC die Situation auf den Kopf gestellt,
die der Terrorismus hervorgerufen hat.
Dank dieser Umdrehtechnik ist nun der Westen der Aggressor, der die aus freien
Stücken einwanderten Muslime bedroht. Die Islamophobie in der westlichen Welt ist
zu einem internationalen Problem geworden, das man in den Institutionen der UNO
diskutiert, ein Verbrechen gegen die Menschheit, wie der türkische
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan sagt. Diese Anschuldigung soll vor allem
die eigenen terroristischen Verbrechen verschleiern. Entsprechend dem erprobten
Dschihad-Konzept, die Schuld dem Gegner zuzuschieben, den Angegriffenen als
Angreifer darzustellen, wirft man dem unverbesserlichen Ungläubigen, der
westlichen Welt, die sich vor dem Terrorismus zu schützen will, vor, islamophob
zu sein.
Während
die Europäer unter ständiger Terror-Drohung leben, - vergiftet durch einen Antisemitismus, der ihnen vor
aussen von ihren eigenen Ministern aufgedrängt wurde als Preis für ihre
Sicherheit, beunruhigt durch die tägliche Unsicherheit der Transporte und im
öffentlichen Raum, durch die Kontrollen, die sie über sich ergehen lassen müssen und die wie in
Kriegszeiten leben müssen - organisiert
die OIC ständig mehr Tagungen und internationalen Gespräche über Islamophobie, unter
der nach ihrer Meinung die muslimischen Einwanderer in Europa leiden, die
nichtsdestotrotz weiterhin aus freiem
Willen nach Europa strömen.
Diese
Anklagen wiederholen sich in den Berichten, die der Kommission für
Menschenrechte in Genf von Doudou Diène vorgelegt werden, dem senegalesischen
Spezialreferent der Kommission für Rassismus, Xenophobie und ähnliche Formen
von Intoleranz beim Rat für Menschenrechte der UNO. Doudou Diène verlangt von Europa eine Politik, sie gezielt gegen
„rassistische und fremdenfeindliche Plattformen“ vorgeht, gegen die Feindschaft,
die Einwanderern aus Gründen der nationalen Identität und Sicherheit entgegen
gebracht wird. In seinen Schlussfolgerungen hebt er die Schwere der
Diskrimination muslimischer und arabischer Bevölkerungen in Europa hervor, denunziert
die Gewalt gegen islamische Kult- und Kulturstätten, die Feindschaft gegen den
Islam und seine Anhänger und die intellektuellen Begründung der Islamophobie.
Diène denunziert die Gleichsetzung von Islam und Terrorismus, die Kontrolle der
islamischen Einrichtungen aus Sicherheitsgründen, die Überwachung seiner
Kultstätten, der Moscheen und der Gläubigen, und empfiehlt schliesslich
„rechtliche, politische und administrative Massnahmen“ gegen den Rassismus und
die Islamophobie zu ergreifen.
Natürlich
erwähnt Diène nie die Gewalttätigkeiten gegen Christen im Irak, in Gaza, in den
Territorien unter palästinensischer Verwaltung, in Ägypten, im Maghreb, in
Iran, in Indonesien, in der Türkei, in Saudi Arabien und in allen islamischen
Ländern, in denen die Scharia gilt. Er spricht nicht einmal vom fanatischen,
zum Völkermord aufrufenden Hass in diesen Ländern gegen Juden und Israel, von
dem Druck, dem Frauen, Atheisten und Homosexuelle in islamischen Ländern ausgesetzt
sind, vom Kult des Terrorismus und den Morddrohungen gegen Nichtmoslems, von
Piraterie und von Geiselnahmen. Er übergeht völlig alle Ursachen des Zustandes,
den er beklagt. Er spricht nicht von dem Gefühl einer Invasion beizuwohnen, das
viele Europäer angesichts des massiven Zuflusses illegaler Zuwanderer haben,
welcher nicht selten die staatlichen Dienste überfordert, insbesondere das
Schulwesen, das Wohnungswesen, die Arbeitsbeschaffung und die öffentliche
Sicherheit.
Für Diène
sind islamophob die Einwanderungskontrollen, die Massnahmen gegen den
Terrorismus sowie gewisse kulturelle und nationale Strömungen in Europa. In
seinen zahlreichen Berichten an den Rat und an die Vollversammlung der UNO,
lenkt er die Aufmerksamkeit stets auf zwei Entwicklungen, die ihn besonders
beunruhigen: Das Auftreten von Rassismus und Xenophobie in der westlichen Welt
als Ergebnis eines nationalen und kulturellen Selbstbewusstseins sowie die
schlechte Behandlung von Fremden, Asylsuchenden, Flüchtlingen und Einwanderern.
Für ihn ist vor allem nötig, dass Europa sich eine neue Identität gibt und zwar
im Sinne eines ethnischen, religiösen und kulturellen Pluralismus. Alles andere
ist für ihn Rassismus.
Der
Berichterstatter verurteilt den Einfluss, den xenophobe Strömungen in Europa
auf rechtliche, administrative und die Sicherheit betreffende Massnahmen
ausüben, die Ausländer, Immigranten, Fluchtlinge und Asylsuchende
kriminalisieren. Es ist offensichtlich, dass Diène Europa als ein Land ansieht,
das es zu kolonialisieren gilt, ein Kontinent, in welchem das
Nationalbewusstsein und die einheimischen Kulturen eliminiert werden müssen, so
wie es anderen Ländern geschehen ist, die islamisiert wurden nachdem sie
erobert worden waren. Die Beschuldigung Rassisten zu sein soll die europäische
Kultur in ihrem Innersten treffen und steht im Widerspruch zur Forderung der
OIC, die kulturelle Identität der eingewanderten Moslems in den Aufnahmeländern
zu schützen.
Die
Anschuldigungen Diènes werden noch heftiger in seinen Berichten an die
Vollversammlung der UNO vom 20. September 2006 und vom 21. August 2007, in
welchen er Klage erhebt gegen die religiöse Diffamation und gegen die Massnahmen
zur öffentlichen Sicherheit, die die Menschenrechte der Muslime verletzten würden.
In
diesem Zusammenhang ist festzustellen, dass die von Diène vorgebrachte Kritik die
Gleiche ist, die Europa gegen Israels Antiterrorismus-Massnahmen vorbringt.
Diese
harschen Kritiken sehen in der europäischen nationalen Identität, in den Sicherheitsmassnahmen
gegen den Terrorismus, im Widerstand gegen illegale Einwanderung einen Ausdruck
einer rassistischen, xenophoben und islamophoben Haltung einer Bevölkerung, die
den Multikulturalismus und eine nie enden wollende Einwanderung von Moslems in
Europa ablehnen. Wir finden hier die bekannte dschihadistische Definition von
Angreifer und Angegriffenen wieder. Der Angreifer ist immer derjenige, der der
Ausbreitung des Islam Widerstand entgegensetzt, der sich dieser
Zwangsenteignung entgegenstemmt und der sich dadurch des Rassismus und der
Islamophobie schuldig macht.
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