Die Rolle Saudi-Arabiens im Jihad
Die
PLO-Protagonisten Jassir Arafat und Georges Habasch waren links orientiert,
neigten dem sozialistischen Lager zu, oder fühlten sich wie Habasch, der ein grosser
Verehrer Maos war, sogar als Teil des sozialistischen Lagers. Ganz anders sah
und sieht es bei den reichen Geldgebern des Jihad in Arabien aus. Bei denen
handelt es sich um fromme Muslime. Denen geht es um ihre Weltanschauung, um den
Islam. Für dessen Verbreitung und Festigung geben sie gern einen Teil ihrer
Petroldollars aus.
In
Saudi-Arabien gilt die wahabitische Richtung des Islam, eine besonders strenge,
konservative Richtung. Der saudische König sieht sich als Schutzpatron des
gesamten Islam, denn in seinem Land befinden sich die zwei heiligen Städte der
Muslims: Mekka und Medina. Wenn Saudi-Arabien und die Arabischen Emirate alle
antiisraelischen Kräfte finanzieren, dann hat das nicht nur machtpolitische,
sondern auch religiöse Gründe. Bei ihnen geht es nicht nur um die Eliminierung
Israels, weil sie glauben, das Palästina zu Arabien gehört, sondern auch um die
Verbreitung des islamischen Glaubens sowie die Expansion und die Festigung der
islamischen Welt. Andere Religionen, zumal andere monotheistische wie das
Judentum und das Christentum gelten dem Islam als die gefährlichsten Feinde
gegen die es nur eins gibt: Jihad. (Die beruhigenden Worte mancher Imame und
Chefs islamischer Vereine, die anderes sagen, darf man gern überhören).
Seit dem Zweiten Weltkrieg hat Saudi Arabien enge Beziehungen zu den
Vereinigten Staaten. Amerika half Saudi Arabien bei Erschliessung seiner
Erdölquellen. Amerika wurde Hauptabnehmer arabischen Erdöls. Amerika erhielt
Rechte zur Errichtung einer Militärbasis in Arabien und lieferte den Saudis
modernste Waffen. Am 14. Februar 1945, also vor Ende des Zweiten Weltkriegs, kam es zu einem denkwürdigen Treffen von König Ibn Saud und dem US-Präsident
Franklin D. Roosevelt an Bord der USS Quincy. Bei dieser Gelegenheit machte der
arabische König den USA klar, dass sein Land niemals der Schaffung eines
jüdischen Staates im Nahen Osten zustimmen würde.
Als 1948 der Staat Israel mit Hilfe der Vereinigten Staaten gegründet
wurde, war es deshalb Saudi-Arabien unmöglich, die Amerikaner direkt und offen
zu anzufeinden. Saudi Arabien beschränkte sich darauf, zusammen mit den anderen
arabischen Ländern, in der UNO-Vollversammlung am 29. November 1947 gegen die Teilung
Palästinas in ein jüdischen und einen arabischen Teil (UN-Resolution 181(II))
zu stimmen.
Seit der Gründung des Staates Israel im Jahre 1948, befindet sich
Saudi-Arabien offiziell im Krieg mit Israel und hat es bis heute nicht
anerkannt. Politische Kontakte beider Staaten gibt es nicht. Schon König Ibn
Saud hielt sich aus militärischen Handlungen gegen Israel heraus, unterstützte
jedoch den gemeinsamen Kampf der Araber gegen Israel durch massive finanzielle
Hilfen an die palästinensischen Terrororganisationen. Und das macht
Saudi-Arabien auch heute noch. Saudi Arabien ist auch heute noch die treibende
Kraft des Jihad gegen Israel und dessen westliche Unterstützer, allerdings
agiert es meistens hinter den Kulissen. Und ausser Saudi Arabien machen das
auch die Vereinigten Emirate.
Vor allem sind es islamische
Theologen und Juristen, denen unsere westliche Kultur nicht zusagt und welche
die ideologische Waffen für den Jihad liefern. Für sie ist die Scharia das
einzig gültige, weil göttliche Recht. Und das wollen sie auch nach Europa
exportieren. Zum Teil haben sie das schon erreicht.
Zu diesem Zweck finanzieren die Scheichs Saudi Arabiens und der Emirate ganz
offen Moscheen und Islamzentren in ganz Europa, Zentren, deren Hauptaufgabe es
ist, die Integration der in Europa lebenden Moslems zu verhindern und Europa zu
islamisieren. Und sie finanzieren nicht nur Moscheen und Islamzentren, Saudi
Arabien und die Emirate liefern auch gleich das Personal dazu, das heisst geschulte
Hassprediger, welche die in Europa lebenden Moslems indoktrinieren, ihnen
eintrichtern, dass der Islam dem Westen moralisch haushoch überlegen ist und
welche Hass auf Juden und Israel schüren.
In dann fragt man sich in Europa in aller Naivität, woher denn die
Jugendlichen der eingewanderten Muslime ihren Hass und ihre Gewalttätigkeit
haben. „Haben wir vielleicht zu wenig getan, um diese jungen Menschen bei uns
zu integrieren? Haben wir versagt?“. Sofort geben sich viele Europäer, zum
Beispiel die Kirchen, selbst die Schuld an der Gewalttätigkeit der jungen
Muslime, so wie sie Israel die Schuld daran geben, wenn palästinensische
Jugendliche Steine gegen Autos mit israelischen Kennzeichnen schleudern. Und sie
verstärken sofort ihre Integrationsbemühungen, und räumen den Moslimen noch
mehr Rechte ein, in der Hoffnung, auf diese Weise den Hass auf die westliche
Welt beschwichtigen zu können.
Wer hier in Europa nicht sieht, dass Moscheen und Islamzentren keine
mildtätigen Werke arabischer Wohltäter sind, die nur auf das Wohl ihrer
Glaubensgenossen bedacht sind, muss wirklich total verblendet sein. Die
Jugendlichen, die hier in Europa ganze Stadtviertel für Andersgläubige
unpassierbar machen, haben ihren Hass und ihre Gewalttätigkeit in den Moscheen
und in den Islamzentren erworben und zwar dank der Toleranz, die wir diesen
Institutionen im Namen unseres Prinzips der Religionsfreiheit entgegenbringen. Und
dafür werden wir von den von uns aufgenommenen Muslimen auch noch ausgelacht
und als einfältige Idioten betrachtet.
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