lunedì 10 novembre 2014

Gemeinsam gegen Israel und die USA


Auszüge aus: Bat Ye’or, Verso il Califfato Universale: Come l'Europa è diventata complice dell'espansionismo musulmano, Lindau, Torino

 

Die die Mittelmeerregion betreffende Politik (Euromed) der Europäischen Union zielt darauf ab, die aus den arabischen Länder kommenden Drohungen zu neutralisieren, indem sie ihre Mitgliedstaaten dazu anhält, mittels Allianzen, wirtschaftliche Hilfen und politischen Rückstärkung auf internationaler und regionaler Ebene die antiisraelische arabische Politik zu unterstützen. Auf jeden Fall kann man sagen, dass die Aussenpolitik der EU, die ihre Mitgliedstaaten dazu anhält sich den Direktiven der Eurokraten zu beugen, einen wesentlichen Eingriff in die nationale Souveränität die einzelnen Länder darstellt. Die europäische Mittelmeerpolitik beruht auf der wissentlich erfundenen Lüge, Amerika und Israel gefährdeten den Weltfrieden, um auf diese Weise den dschihadistischen Terrorismus freizusprechen, vor dem sich die EU schützt, in dem sie ihn abstreitet.

Die islamischen Staaten und ihr Vasall, Europa, sprechen den dschihadistischen Terrorismus von jeglicher Schuld frei, indem sie politische Verbrechen der USA und Israels dafür verantwortlich machen und indem sie die dschihadistische Zielsetzung, die euro-islamische Waffe, verheimlichen, mit der man sowohl die amerikanische Macht als auch Israel zu zerstören hofft. Eingebettet in die Sicherheits- und Verteidigungspolitik der Europäischen Union, bildet diese Strategie der Verleugnung, zusammen mit der einseitigen europäischen Unterstützung Palästinas, die Grundlage der euro-arabischen Allianz, der „Mittelmeerunion“ sowie der kurzfristigen Sicherheit Europas.

Das Attentat vom 11. September – dessen Urheberschaft von den islamischen Ländern und auch von einigen Europäern dem Geheimdienst CIA und Israel angelastet wurde, wird häufig nicht als eine Aggression, sondern als ein Akt islamischer Selbstverteidigung gegen die aggressive Politik der Vereinigten Staaten interpretiert. Die öffentliche Meinung in den islamischen Ländern sieht deshalb darin auch den Anfang einer aggressiven Islamophobie auf Seiten der westlichen Staaten.

Folglich ist die Ursache des Konflikts nicht die gegen den Westen gerichtete dschihadistische Ideologie, sondern es ist der Angriff des Westens auf die islamische Welt. In anderen Worten, die Definitionen von Angreifer und Angegriffenen werden in ihr Gegenteil verkehrt [wie in Orwells „1984“]. Die Ungläubigen sind immer die Schuldigen, weil sie sich dem islamischen Frieden widersetzen, das heisst, sie widersetzen sich ihrer Bekehrung und ihrer Unterwerfung. Europa, selbst ein Opfer des Dschihad,  hat diese Sicht der Dinge zu seiner eigenen gemacht und beschuldigt Israel, durch seine blosse Existenz den Islam zu beleidigen und verlangt von Israel, dass es sich dafür entschuldigt. Trotz des Beitritts Europas zum Dschihad gegen Israel, leben Israelis und Europäer im gleichen politischen und konzeptionellen Kontext des Dhimmiseins (Dhimmitude).

Diese beiden Konzepte führen zu zwei vollständig verschiedene Sichten der internationalen Beziehungen. Während die europäische Integration sich aus dem Willen zum Frieden, aus der laizistischen Gesetzgebung und der Gewaltenteilung speist, versteht die islamische Welt unter Frieden nur die völlige Unterwerfung des Gegners oder seine Vernichtung, und zwar in einem Rahmen der Religion, Rechtssystem und Politik vereint. Dieses Konzept zeigt sich deutlich im arabisch-israelischen Konflikt, in dem Israel der islamischen Welt und in seinem Satelliten Europa stets als Aggressor und Besatzer vorgestellt wird, obwohl es selbst Opfer des Dschihad im eigenen Land ist. Aus dem gleichen Grund haben Europa und die islamische Welt die antiterroristische Politik George W. Bushs verurteilt - und nicht den weltweiten Dschihad. Europa, das die dschihadistische Logik der Palästinenser übernommen hat, merkt nicht, dass es ein Selbstmordkonzept stützt, das aus ihm einen Besatzer und einen Aggressor macht, sobald es sich gegen die Islamisierung wehrt und sein eigenes Territorium und sein eigenes juristisches und kulturelles System verteidigt.

Die Europäische Union brüstet sich damit, die Institutionen der UNO beeinflussen und durch seine privilegierten Beziehungen zu den 56 islamischen Staaten der OIC die Weltpolitik bestimmen zu können. Im Verlauf der terroristischen Kampagne Arafats, seit dem Jahr 2000, hat die EU eine intensive Tätigkeit entfaltet, um eine höhere Zahl von Verurteilungen Israels durch die UNO zu erreichen. Trotz der Unvereinbarkeit von westlicher und islamischer Politik, gibt sich die EU jede Mühe juristische Mittel zu erfinden, die eine weltweite Governance erlauben sollen, obwohl deren normativer und verbindlicher Charakter von allen Staaten bestritten wird, in denen die Scharia als einzige und legitime Quelle gilt.

Angesichts der Dschihad-Ideologie, welche die Politik der islamischen Staaten bestimmt, und angesichts des islamischen Rechts, welches Frauen, Atheisten und Nichtmoslems benachteiligt, muss man sich fragen, was die EU dazu treibt, sich im Rahmen der UNO für Werte einzusetzen, die im Gegensatz zu den Allgemeinen Menschenrechten stehen. Auf diese Weise untergräbt die EU nicht nur die Position der westlichen Staaten, deren Souveränität sie zum Teil den internationalen Organisationen überträgt, sondern sie macht sich auch daran, transnationale Strukturen zu organisieren, die, wegen der islamischen Übermacht in der UNO und in allen internationalen Gremien, in Zukunft die Schaffung eines Weltkalifat begünstigen können. Im ständigen Bemühen die amerikanische Macht zu untergraben und in der UNO einen Gegenpol zu schaffen, macht die EU den Weg frei für die Errichtung eines Weltkalifats.

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