domenica 2 novembre 2014

Die Rolle des palästinensischen Volkes im Jihad gegen Israel



(31-10-2014) Das „palästinensische Volk“ ist das Volk, dem, so will es die arabische Legende, die Juden mit Gewalt sein Land geraubt haben. Erfunden wurde das „palästinensische Volk“  schon in den 60er Jahren. Das „palästinensische Volk ohne Land“ ist eine Figur im Spiel um die Macht im Nahen Osten, die erfunden wurde, um Israel und den Westen dauerhaft zu bekämpfen zu können, um Israel einen motivierten Gegner unmittelbar an seine Seite stellen zu können.
Der Begriff „Palästinenser“ taucht erstmalig in der Charta der „Palestine Liberation Organization“ (PLO) von 1964 auf. In UNO-Resolutionen war bis dahin nur von „Palästinaflüchtlingen“ die Rede. Vor der Gründung Israels waren die sich heute Palästinenser nennenden Araber einfache, arabisch sprechende Levantiner, die in Palästina lebten und die selbst den Arabern nur als ein Teil der grossen arabischen Nation galten.

Aber was war die grosse arabische Nation, deren Einheit in den 60er und 70er Jahren so viel beschworen wurde? Wie so oft bei grossen Worten handelt es um eine Fiktion. Für den arabisch-palästinensischen en Protagonisten Jassir Arafat, reichte diese Nation vom Atlantik (Marokko) bis nach Mesopotamien (Irak), umfasste also alle Länder in denen Arabisch heute Verkehrssprache ist. Als einigendes Merkmal dieser Nation galt den Vertretern dieser nationalistischen Idee die Sprache, nicht der Islam. Wieweit allerdings Marokkaner, Algerier und Tunesier sich mit den Arabern der arabischen Halbinsel und des Nahen Ostens identifizieren, mag dahingestellt bleiben.

[In gleicher Weise könnte auch von einer spanischen oder iberischen Nation sprechen. Zu dieser würde dann ausser Spanien und Portugal auch ganz Lateinamerika von Kap Horn bis nach Kalifornien gehören].

Offiziell erscheint der Begriff „palästinensisches Volk“ erstmalig in der UN-Resolution 3236 vom 22. November 1974, die, nach einer Rede Arafats, von der UN-Vollversammlung angenommen wurde. Als Angehörige dieses Volkes gelten heute vor allem die Arabisch sprechenden Bewohner des Westjordanlandes und des Gazastreifens.

Die PLO war am 28. Mai 1964 in Jerusalem unter der Ägide des damaligen ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser gegründet worden, um eine Vertretung des arabischen Volkes in Palästina im Rahmen einer panarabischen Bewegung zu schaffen (also nicht eine palästinensische Vertretung innerhalb der arabischen Nation). Aufgabe der PLO war die Befreiung Palästinas mittels bewaffneten Kampfes gegen Israel. Von einem palästinensischen Staat war wohlweislich keine Rede, nur von einem „Palästina innerhalb der Grenzen, die zur Zeit des britischen Mandats bestanden“. Israel wurde nicht erwähnt, die Sprache war nur von zu verbietenden zionistischen Aktivitäten. Erst 1974 hat die OLP einen unabhängigen palästinensischen Staat gefordert und 1988 von einem Israel benachbarten Staat mit Hauptstadt in Jerusalem-Ost gesprochen. Auch bei der PLO war nie die Rede vom Islam, denn ihre Führer waren Sozialisten oder standen dem sozialistischen Lager nahe.

Nach dem von Israel gewonnenen Sechstagekrieg stieg die Bedeutung der PLO unter der Führung Jassir Arafats beträchtlich, denn dieser bot als Alternative zu militärischen Interventionen die Terrorismusakte seiner Al Fatah an, einer militanten Abteilung PLO. Bei seinem Tun hatte er einen Konkurrenten: Georges Habasch, maoistisch orientierter Führer der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP), ebenfalls Mitglied der PLO. Arafat lief mit grossem Erfolg bei allen Führern des arabischen Lagers herum um Geld für sich aufzutreiben. Habasch war hingegen in diesem Geschäft weniger begabt, ausserdem spezialisierte er sich auf Attentate ausserhalb Palästinas, was ihm selbst von europäischen Palästinenserfreunden übel genommen wurde.

Mit der Erfindung eines „palästinensischen Volkes“ hatte die Arabische Liga einen Feind in unmittelbarer Nachbarschaft Israels geschaffen, dessen Existenz als besonders wichtig erwies, nachdem die Nachbarn Israels Ägypten und Jordanien weich geworden waren und Friedensverträge mit Israel unterzeichnet hatten. Das „palästinensische Volk“ und seine OLP erlaubten es dem arabischen Lager, den Jihad gegen Israel mit nicht-militärischen Mitteln fortzusetzen, das heisst mit terroristischen und medialen Mitteln.

Für das arabisch-islamische Lager ist das „palästinensische Volk“ nur ein Bauer auf dem Schachbrett, ein Bauer, den man gegebenenfalls auch opfern kann. Bis jetzt hat sich jedoch das „palästinensische Volk“ als eine nützliche Figur im Jihad der islamischen Welt gegen den Staat Israel und die westliche Zivilisation, die er im Nahen Osten vertritt.

Mit dem palästinensischen Volk hat man Israel einen motivierten Feind vor die Nase gesetzt.. Dieser Feind wurde für das arabische Lager ganz besonders wichtig nachdem Israel Friedensverträge mit den beiden Nachbarstaaten Ägypten (1979) und Jordanien (1994) geschlossen hatte. Nach vierzigjähriger Indoktrinierung durch arabische Medien und Politiker, und die Übernahme des Begriffs durch westliche Medien sind die palästinensischen Araber heute gänzlich davon überzeugt, sie seien schon immer ein Volk gewesen.

Einen palästinensischen Staat gibt es bis heute nicht, obwohl er von arabischer Seite seit den 50er Jahren gefordert wird und von der UNO-Resolution 181 vom 29. November 1947 (Teilungsplan Palästinas) vorgesehen ist. Grund: Die arabische Seite hat diesen Teilungsplan nie akzeptiert, sie besteht darauf, dass Palästina gesamthaft einen arabisch-islamischen Staat bilden müsse und das Israel ein von aussen aufgedrängter Fremdkörper innerhalb der arabischen Nation sei. Primäres Ziel palästinensischer Politik ist die Vernichtung des Staates Israel.

Nichts destotrotz sind verschiedene europäische Staaten in diesen Tagen dabei, einen palästinensischen Staat anzuerkennen, der nur virtuell existiert. Die PLO mauserte sich mit der Zeit zur Palästinensischen Autonomiebehörde (PA). Diese geniesst internationale Anerkennung als Vertretung des palästinensischen Volkes, ist jedoch kein Völkerrechtssubjekt, aber hatte bei den Vereinten Nationen anders als die PLO keinen Beobachterstatus. 2013 benannte sich die PA in „Staat Palästina“ um. Schweden hat nun dieses Palästina als eigenständigen Staat anerkannt. In London sprach sich das britische Unterhaus vor kurzem ebenfalls für den Schritt aus. Das Votum ist aber nicht bindend für die Regierung.

Die Entscheidung aus Stockholm sei eine Reaktion auf die "israelischen Maßnahmen in Jerusalem", sagte ein palästinensischer Sprecher, womit wieder einmal Baumassnahmen gemeint sind. Das dürfte jedoch kaum stimmen, vielmehr ist anzunehmen, dass Schweden mit diesem Schritt versucht, die islamischen Immigranten, die es aufgenommen hat und die zu einer nationalen Plage geworden sind, zu beruhigen.

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