Auszüge
aus: Bat Ye’or, Verso il
Califfato Universale: Come l'Europa è diventata complice dell'espansionismo
musulmano, Lindau, Torino
Die
Europäische Kommission hat die Empfehlungen und Forderungen nach Zusammenarbeit
und Dialog der OIC (Organisation für Islamische
Zusammenarbeit) sehr positiv aufgenommen.
Die Europarlamentarier sind diesen Wünschen sogar noch zuvorgekommen. Denn seit
den 70er Jahren haben sie die Strassburger Beschlüsse, um zahlreiche offiziöse
Entscheidungen des Euro-Arabischen Dialogs erweitert und das Fundament für eine
kulturelle Kolonisierung der Europäischen Gemeinschaft gelegt. Diese Politik
wurde noch verstärkt durch den Text und die Empfehlungen welche von der
parlamentarischen Versammlung des Europarates am 19. September 1991 angenommen
worden sind (Recommandation1162 (1991)).
Diese
Versammlung rief zu einer breiteren kulturellen Zusammenarbeit mit
Nichtregierungs-Institutionen und -organisationen auf wie dem „Institut
occidental de culture islamique“ in
Madrid und dem „Institut du Monde arabe“ in Paris.
Sie
verlangte darüber hinaus, der Ausschuss der CEE-Minister solle im Programm der
zwischenstaatlichen Arbeiten des Europarates und in seinen Empfehlungen an die
Regierungen der Mitgliedstaaten der islamischen Welt eine grössere
Aufmerksamkeit schenken (Art. 11). Er empfahl im Weiteren eine Vermehrung der
Lehrstühle für Arabisch und Islamische Religion und die Aufnahme des Islam in
die Hauptfächer des universitären Unterrichts. Diese Forderungen wurden dann in
die Erklärung von Barcelona von 1995 aufgenommen, welche darauf drängt, das
Studium der arabisch-islamischen Ursprünge der europäischen Kultur in die
europäischen Schulbücher aufzunehmen. Auch die Museen müssten in diesem
Zusammenhang eine wichtige Rolle spielen. Was die Medien betrifft, so hat die
Versammlung beschlossen, dass die „Realisierung, die Co-Produktion und die
Verbreitung von Radio- und Fernsehsendungen über der islamische Kultur
verstärkt werden müsse“.
Zehn
Jahre später, anlässlich der Islamischen Konferenz der Aussenminister in
Istanbul (16.06.2004) erklärte der Österreicher Walter Schwimmer, Generalsekretär
des Europarates (01.09.1999–15.06.2004), dass: „die islamische Komponente ein
integraler Bestandteil der Vielfalt Europas ist“, praktisch die gleiche Idee,
die im Prospekt der ISESCO (Islamic Educational, Scientific
and Cultural Organization) über die islamische Kulturstrategie in Europa,
vorgestellt wird.
Schwimmer
schlug den Aussenministern der OIC-Staaten vor, gemeinsame Projekte zum Thema
„Lehre der Geschichte und der religiösen Unterschiede im Mittelmeerraum“ zu
erarbeiten, um damit einen Beitrag zum
interkulturellen und interreligiösen Dialog zu leisten und fügte hinzu, dass
„die terroristische Bedrohung der Welt diesen Dialog mehr als notwendig
macht“.
Es
ist also klar, dass für die Europäische Union, ein Dialog die einzige Antwort
auf den Terrorismus ist. Auf kulturellem Gebiet bedeutet das: Dhimmi-Verhalten,
servile Förderung islamischer Kultur seitens Europas, das heisst Konzessionen.
Im
Dezember 2004 hat der Europarat, in Zusammenarbeit mit der UNESCO, der Liga der
arabischen Staaten und Saudi Arabien, in Kairo eine Tagung organisiert zum
Thema „Das Bild der arabisch-islamischen
Kultur in den europäischen Geschichtsbüchern“. Diese Tagung fand im Rahmen
des Euro-Arabischen Dialogs statt „Lernen
zusammen zu leben“, und hatte zum Ziel immer wiederkehrende negative
Aussagen über die arabisch-islamische Kultur in europäischen Geschichtsbüchern
zu eliminieren.
Ungeduldig
dem „Konflikt der Zivilisationen“ mittels einer engen Zusammenarbeit mit der
OIC vorzubeugen, und zwar durch eine Menge von Projekten im Bereich der Medien,
des Fernsehens, der Literatur und der Künste, lancierte die Europäische Kommission
das Projekt „Eine Seele für Europa“
(A Soul for Europe). Dieses im Jahr 2002 konzipierte und eng mit dem damaligen
Präsidenten der Europäischen Kommission, Romano Prodi, verbundene Projekt
vereinigte Mitglieder der „zivilen Gesellschaft“, Wissenschaftler,
Universitätsangehörige und Vertreter des kulturellen, politischen und
wirtschaftlichen Lebens mit dem Ziel, die europäische Kultur zu durchforsten.
An der Konferenz von Berlin (17-19. November 2006) beschlossen die Vertreter
des internationalen kulturellen Lebens, die kulturelle Dimension Europas zu
verstärken.
Unter
den vielen vorgeschlagenen Zielen, wurde von den Organisatoren besonders
herausgestrichen, dass die Kulturpolitik Europas die Aussenpolitik unterstützen
müsse, um die europäische Position auf Weltebene zu stärken. Der gewesene
deutsche Bundespräsident Richard von Weizäcker verlangte, dass das
kulturpolitische Potential Europas die Grundlage der europäischen Aussenpolitik
werden müsse um einen Konflikt zwischen den Kulturen zu verhindern. Und der frühere
deutsche Aussenminister Hans-Dietrich Genscher schlug als entscheidenden Faktor
das Prinzip der „aktiven Toleranz“ vor, die es den Einwanderern erleichtert
soll, sich eher an Europa und seine Werte anzupassen, als an diejenigen des Gastlandes.
Bei
dieser Gelegenheit wurde auch hervorgehoben, dass dieses Konzept Auswirkungen
auf die Einbürgerung haben muss. 1983 beim Symposium des europäisch-arabischen Dialogs
in Hamburg, erklärte Genscher dann, dass dieser Dialog unvollständig sei, wenn
die Europäische Gemeinschaft den politischen Aspekt (den
arabisch-palästinensischen Krieg gegen Israel) ausser Acht lassen oder
unterbewerten sollte.
Die
Europäische Kommission hatte schon eine lange Liste von Vorschlägen dem
Europäischen Parlament und dem Europarat unterbreitet als Vorbereitung auf das
Europaische Jahr des Interkulturellen Dialogs. Unter den Initiativen im Rahmen
des Kulturprogrammes figurierten Themen, wie Staatsbürgerschaft, Politisches
Asyl, Integration der Einwanderer und Bekämpfung von Diskriminierung, soziale
Ausgrenzung, Rassismus und Xenophobie.
Angesichts der Herkunftsländer zahlreicher Einwanderer, legte man
ausserdem besonders Gewicht auf den Dialog
im Rahmen der europäisch-mediterranen Zusammenarbeit, die den Austausch von
Jugendlichen und Programme über das kulturelle Erbe einschloss.
Im
Jahr 2005 lancierte die Anna-Lindh-Stiftung - sie trägt den Namen einer schwedischen,
für ihre Israelfeindlichkeit bekannte Aussenministerin - eine Leitinitiative für
diese Massnahmen. Bezeichnenderweise hat
diese Stiftung ihren Hauptsitz in Alexandria in Ägypten. Am Tag, an dem die
Bibliothek am Sitz der Stiftung eingeweiht wurde, waren dort, um die jüdische
Kultur zu illustrieren, neben der Bibel auch die „Protokolle der Weisen von
Zion“ ausgestellt.
Die
Gruppe der „Weisen“ der Anna-Lindh-Stiftung vertritt die Meinung, dass das Konzept verschiedener unterschiedlicher
Kulturen falsch ist und dass man es aufgeben müsse zugunsten des Konzeptes
einer Weltkultur, das allen Kulturen den gleichen Wert und das gleiche Niveau beimisst.
Dieser kulturelle Relativismus, der übrigens nur in Europa zu finden ist, zeigt
sich in institutionalisierter Form in den Richtlinien der Europäischen Kommission
betreffend eine Reform des Geschichtsunterrichts und die Behandlung der
Geschichte in den Lehrbüchern.
Die
Demontage der europäischen Geschichte und Kultur wurde fortgesetzt beim
Gipfeltreffen von Mekka (2005), bei dem die OIC verkündete, dass die Wurzeln der
Welt-Umma im Koran und in der Sunna liegen, eine Entscheidung, die dann bei
jeder weiteren Konferenz erneuert wurde. Die OIC verlangte zudem, dass Europa den
immensen Beitrag des Islam zu seiner Kultur und Zivilisation anerkenne und in
den Lehr- und Geschichtsbüchern gehörig würdige. Auf diese Weise wurde auf der einen
Seite die Bedeutung die europäische Geschichte und Kultur herabgesetzt und verleugnet,
und auf der anderen mit grossem Stolz die
mythische Überlegenheit der islamischen Kultur und Geschichte verherrlicht. Europa
ergab sich also ohne Widerspruch dem kulturellen Imperialismus des Islam.
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