giovedì 13 novembre 2014

Die Europäische Kultur im Dienste der OIC


Auszüge aus: Bat Ye’or, Verso il Califfato Universale: Come l'Europa è diventata complice dell'espansionismo musulmano, Lindau, Torino

 

Die Europäische Kommission hat die Empfehlungen und Forderungen nach Zusammenarbeit und Dialog der OIC (Organisation für Islamische Zusammenarbeit) sehr positiv aufgenommen. Die Europarlamentarier sind diesen Wünschen sogar noch zuvorgekommen. Denn seit den 70er Jahren haben sie die Strassburger Beschlüsse, um zahlreiche offiziöse Entscheidungen des Euro-Arabischen Dialogs erweitert und das Fundament für eine kulturelle Kolonisierung der Europäischen Gemeinschaft gelegt. Diese Politik wurde noch verstärkt durch den Text und die Empfehlungen welche von der parlamentarischen Versammlung des Europarates am 19. September 1991 angenommen worden sind (Recommandation1162 (1991)).

Diese Versammlung rief zu einer breiteren kulturellen Zusammenarbeit mit Nichtregierungs-Institutionen und -organisationen auf wie dem „Institut occidental de culture islamique“  in Madrid und dem „Institut du Monde arabe“ in Paris.

Sie verlangte darüber hinaus, der Ausschuss der CEE-Minister solle im Programm der zwischenstaatlichen Arbeiten des Europarates und in seinen Empfehlungen an die Regierungen der Mitgliedstaaten der islamischen Welt eine grössere Aufmerksamkeit schenken (Art. 11). Er empfahl im Weiteren eine Vermehrung der Lehrstühle für Arabisch und Islamische Religion und die Aufnahme des Islam in die Hauptfächer des universitären Unterrichts. Diese Forderungen wurden dann in die Erklärung von Barcelona von 1995 aufgenommen, welche darauf drängt, das Studium der arabisch-islamischen Ursprünge der europäischen Kultur in die europäischen Schulbücher aufzunehmen. Auch die Museen müssten in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle spielen. Was die Medien betrifft, so hat die Versammlung beschlossen, dass die „Realisierung, die Co-Produktion und die Verbreitung von Radio- und Fernsehsendungen über der islamische Kultur verstärkt werden müsse“.

Zehn Jahre später, anlässlich der Islamischen Konferenz der Aussenminister in Istanbul (16.06.2004) erklärte der Österreicher Walter Schwimmer, Generalsekretär des Europarates (01.09.1999–15.06.2004), dass: „die islamische Komponente ein integraler Bestandteil der Vielfalt Europas ist“, praktisch die gleiche Idee, die im Prospekt der ISESCO (Islamic Educational, Scientific and Cultural Organization) über die islamische Kulturstrategie in Europa, vorgestellt wird.

Schwimmer schlug den Aussenministern der OIC-Staaten vor, gemeinsame Projekte zum Thema „Lehre der Geschichte und der religiösen Unterschiede im Mittelmeerraum“ zu erarbeiten,  um damit einen Beitrag zum interkulturellen und interreligiösen Dialog zu leisten und fügte hinzu, dass „die terroristische Bedrohung der Welt diesen Dialog mehr als notwendig macht“. 

Es ist also klar, dass für die Europäische Union, ein Dialog die einzige Antwort auf den Terrorismus ist. Auf kulturellem Gebiet bedeutet das: Dhimmi-Verhalten, servile Förderung islamischer Kultur seitens Europas, das heisst Konzessionen.

Im Dezember 2004 hat der Europarat, in Zusammenarbeit mit der UNESCO, der Liga der arabischen Staaten und Saudi Arabien, in Kairo eine Tagung organisiert zum Thema „Das Bild der arabisch-islamischen Kultur in den europäischen Geschichtsbüchern“. Diese Tagung fand im Rahmen des Euro-Arabischen Dialogs statt „Lernen zusammen zu leben“, und hatte zum Ziel immer wiederkehrende negative Aussagen über die arabisch-islamische Kultur in europäischen Geschichtsbüchern zu eliminieren.

Ungeduldig dem „Konflikt der Zivilisationen“ mittels einer engen Zusammenarbeit mit der OIC vorzubeugen, und zwar durch eine Menge von Projekten im Bereich der Medien, des Fernsehens, der Literatur und der Künste, lancierte die Europäische Kommission das Projekt „Eine Seele für Europa“ (A Soul for Europe). Dieses im Jahr 2002 konzipierte und eng mit dem damaligen Präsidenten der Europäischen Kommission, Romano Prodi, verbundene Projekt vereinigte Mitglieder der „zivilen Gesellschaft“, Wissenschaftler, Universitätsangehörige und Vertreter des kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Lebens mit dem Ziel, die europäische Kultur zu durchforsten. An der Konferenz von Berlin (17-19. November 2006) beschlossen die Vertreter des internationalen kulturellen Lebens, die kulturelle Dimension Europas zu verstärken.

Unter den vielen vorgeschlagenen Zielen, wurde von den Organisatoren besonders herausgestrichen, dass die Kulturpolitik Europas die Aussenpolitik unterstützen müsse, um die europäische Position auf Weltebene zu stärken. Der gewesene deutsche Bundespräsident Richard von Weizäcker verlangte, dass das kulturpolitische Potential Europas die Grundlage der europäischen Aussenpolitik werden müsse um einen Konflikt zwischen den Kulturen zu verhindern. Und der frühere deutsche Aussenminister Hans-Dietrich Genscher schlug als entscheidenden Faktor das Prinzip der „aktiven Toleranz“ vor, die es den Einwanderern erleichtert soll, sich eher an Europa und seine Werte anzupassen, als an diejenigen des Gastlandes.

Bei dieser Gelegenheit wurde auch hervorgehoben, dass dieses Konzept Auswirkungen auf die Einbürgerung haben muss. 1983 beim Symposium des europäisch-arabischen Dialogs in Hamburg, erklärte Genscher dann, dass dieser Dialog unvollständig sei, wenn die Europäische Gemeinschaft den politischen Aspekt (den arabisch-palästinensischen Krieg gegen Israel) ausser Acht lassen oder unterbewerten sollte.

Die Europäische Kommission hatte schon eine lange Liste von Vorschlägen dem Europäischen Parlament und dem Europarat unterbreitet als Vorbereitung auf das Europaische Jahr des Interkulturellen Dialogs. Unter den Initiativen im Rahmen des Kulturprogrammes figurierten Themen, wie Staatsbürgerschaft, Politisches Asyl, Integration der Einwanderer und Bekämpfung von Diskriminierung, soziale Ausgrenzung, Rassismus und Xenophobie.  Angesichts der Herkunftsländer zahlreicher Einwanderer, legte man ausserdem  besonders Gewicht auf den Dialog im Rahmen der europäisch-mediterranen Zusammenarbeit, die den Austausch von Jugendlichen und Programme über das kulturelle Erbe einschloss.

Im Jahr 2005 lancierte die Anna-Lindh-Stiftung - sie trägt den Namen einer schwedischen, für ihre Israelfeindlichkeit bekannte Aussenministerin - eine Leitinitiative für diese Massnahmen.  Bezeichnenderweise hat diese Stiftung ihren Hauptsitz in Alexandria in Ägypten. Am Tag, an dem die Bibliothek am Sitz der Stiftung eingeweiht wurde, waren dort, um die jüdische Kultur zu illustrieren, neben der Bibel auch die „Protokolle der Weisen von Zion“ ausgestellt.

 

Die Gruppe der „Weisen“ der Anna-Lindh-Stiftung vertritt die Meinung, dass das  Konzept verschiedener unterschiedlicher Kulturen falsch ist und dass man es aufgeben müsse zugunsten des Konzeptes einer Weltkultur, das allen Kulturen den gleichen Wert und das gleiche Niveau beimisst. Dieser kulturelle Relativismus, der übrigens nur in Europa zu finden ist, zeigt sich in institutionalisierter Form in den Richtlinien der Europäischen Kommission betreffend eine Reform des Geschichtsunterrichts und die Behandlung der Geschichte in den Lehrbüchern.
Die Demontage der europäischen Geschichte und Kultur wurde fortgesetzt beim Gipfeltreffen von Mekka (2005), bei dem die OIC verkündete, dass die Wurzeln der Welt-Umma im Koran und in der Sunna liegen, eine Entscheidung, die dann bei jeder weiteren Konferenz erneuert wurde. Die OIC verlangte zudem, dass Europa den immensen Beitrag des Islam zu seiner Kultur und Zivilisation anerkenne und in den Lehr- und Geschichtsbüchern gehörig würdige. Auf diese Weise wurde auf der einen Seite die Bedeutung die europäische Geschichte und Kultur herabgesetzt und verleugnet,  und auf der anderen mit grossem Stolz die mythische Überlegenheit der islamischen Kultur und Geschichte verherrlicht. Europa ergab sich also ohne Widerspruch dem kulturellen Imperialismus des Islam.

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